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Logo der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. zum 150-jährigen Jubiläum mit der Silhouette der Kieler Skyline. Die Zahl 150 steht groß und zentral, flankiert von den Jahreszahlen 1875 und 2025. Der Text 'Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte' ist rechts neben der Silhouette platziert.

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,


Die Kieler Woche ist weit mehr als ein Segelereignis. Seit Generationen prägt sie das Leben in unserer Stadt, verbindet Menschen aus aller Welt und spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen ebenso wider wie kulturelle Trends und persönliche Geschichten.

Mit unserer Ausstellung „Die Kieler Woche im kulturellen Wandel“ möchten wir als Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte möglichst viele Facetten dieses einzigartigen Ereignisses sichtbar machen und zu einer spannenden Entdeckungsreise durch Vergangenheit und Gegenwart einladen.

Im Pop-Up-Pavillon am Alten Markt erwarten Sie/Euch Fotowände, Vorträge, Gesprächsrunden und ein Büchertisch. Dabei stehen zeitgeschichtliche Einblicke, besondere Begebenheiten, prägende Persönlichkeiten und die vielfältigen kulturellen Erscheinungsformen der Kieler Woche im Mittelpunkt.

Die Ausstellung möchte Erinnerungen wecken, neue Perspektiven eröffnen und zum Austausch über die Geschichte und Bedeutung der Kieler Woche anregen.

Die offizielle Eröffnung findet am Samstag, 20. Juni 2026, um 14.00 Uhr statt. Anschließend ist die Ausstellung bis einschließlich 27. Juni 2026 täglich von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns sehr auf diese besondere Kieler Woche, viele interessante Begegnungen und auf das Echo unserer Besucherinnen und Besucher. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, wie sich die Kieler Woche im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat und warum sie bis heute ein unverwechselbarer Teil der Identität unserer Stadt ist.

Jede und jeder ist herzlich willkommen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ihr/Euer Rolf Fischer

"Wiedergelesen ..."

Es war die Kieler Kommunalpolitik und der Oberbürgermeister Andreas Gayk, die nach 1945 die Kieler Woche, das große Segelfest, wieder ins Leben riefen. Aber nicht nur das: Es war Kiels Aufbauzeit! Ich war fasziniert, als ich das Buch nun wieder las.

Wilhelm Knelangen und Birte Meinschien dokumentieren den Briefwechsel zwischen Andreas Gayk und dem Wissenschaftler Michael Freund, der die Kieler Jahre bis 1954 sehr lebendig und interessant beschreibt. Auf gut 100 Seiten ein spannender Blick in die Zeit - ohne Zweifel. Zeitzeugen ganz besonderer Art, nichts weniger werden diese Briefe, die uns sowohl beide Persönlichkeiten als auch unsere Stadtentwicklung vorstellen. Kiel wandelt sich wieder zu einem Ort des Kennenlernens, der Verständigung und des gemeinsamen Miteinanders - weit über die Kieler Woche hinaus. Knelangen/Meinschiens Buch ist ein gelungenes Portrait der Aufbauzeit vor 80 Jahren. Die Lektüre lohnt!

Wilhelm Knelangen/Birte Meinschien (HG.), "Lieber Gayk! Lieber Freund! Der Briefwechsel zwischen Andreas Gayk und Michael Freund von 1944 bis 1954", Kiel 2015, Verlag Ludwig. Sonderveröffentlichung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Bd. 78.

Erzählen. Erinnern. Entdecken.

In den „Kieler Geschichte(n)“ erzählen Zeitzeugen von vergangenen Tagen in Kiel und lassen dadurch Stadtgeschichte lebendig werden - persönlich, konkret, verständlich.

Durch ihre Erzählungen zeichnen sie ein vielfältiges Bild des Kieler Alltagsleben - vom Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart. So werden wir zu Zeugen eines Jahrhunderts, wie es nicht im Buche steht.

Diesmal erzählt uns Angelika Walpuski ihre „Kieler Geschichte“. Sie hat - wortwörtlich - unter dem Dach der „Kieler Nachrichten“ die Nachkriegsgeschichte der Landes-hauptstadt gesichtet, geordnet, gelagert. Ihr liegt der Erhalt dieses Archivs des 20. Jahrhunderts am Herzen. Denn in den alten Zeitungen sind nicht allein vergangene Ereignisse gespeichert. Sie legen auch Zeugnis ab über Trends und kulturelle Entwicklungen unserer jüngsten Vergangenheit.

Das komplette Zeitzeugen-Interview hört und seht ihr ab sofort auf der Videoplattform vimeo.com

Außerdem möchten wir Sie/Euch auf folgende Ereignisse und Termine hinweisen:

Gemälde als Zeugnisse einer Stadt

Die neue Ausstellung im Stadtmuseum Warleberger Hof präsentiert Werke seiner Kunstsammlung "Fördegalerie": Landschaften, Stadtansichten, Porträts. Die Gemälde offenbaren einen Blick auf die Menschen und die städtische Gesellschaft.

Neben Kiel-Ansichten finden sich immer wieder Personengruppen wie Fischer, Matrosen, Werftarbeiter, Badegäste, Flaneure, Passant+innen - und natürlich auch Besucher der Kieler Woche.

Gegliedert ist die Schau nach historischen Epochen, in denen sich der Wandel der Stadt und Gesellschaft, aber auch der künstlerischen Sichtweisen darauf zeigt. So wird ein Bogen geschlagen von der "dänischen Zeit" Kiels über die Kaiserzeit bis in die Jahres des Wiederaufbaus.

Zu der Ausstellung vom 19.06. 2026 bis 23.05.2027 werden auch etliche Führungen über unterschiedliche Aspekte der Schau angeboten. Einzelheiten sind auf der Website www.kiel-museum.de zu finden oder zu erfragen unter museum@kiel.de

Peter Cornelius - Der Segelsport als Bildkunst

Wenn von der Kieler Woche gesprochen wird, denkt man an Segelregatten, weiße Segel auf der Förde, internationales Flair und die besondere Verbindung Kiels mit dem Meer. Doch das Bild, das Generationen von Menschen von der Kieler Woche im Kopf tragen, wurde nicht allein von Seglern, Organisatoren oder Journalisten geprägt. Einen entscheidenden Anteil daran hatte der Kieler Fotograf Peter Cornelius (1913–1970), dessen Aufnahmen die maritime Welt der Fördestadt weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt machten.

Peter Cornelius war weit mehr als ein Fotograf der Kieler Woche. Er war ihr visueller Chronist und zugleich ihr künstlerischer Interpret. Seine Bilder machten die Faszination des Segelns sichtbar und schufen eine Bildsprache, die bis heute nachwirkt. Wer die Geschichte der Kieler Woche verstehen will, kommt an seinem Werk nicht vorbei. Seine Fotografien gehören zum kulturellen Gedächtnis Kiels und sind untrennbar mit dem Mythos der Kieler Woche verbunden.

Über einen der bedeutendsten Pioniere der Farbfotografie in Deutschland referiert Rolf Fischer am Sonntag, 21.06.26, 15.00 Uhr – 16.30 Uhr, im Pop-up Pavillon am Alten Markt

Deutsche Marineoffiziere begründen weltgrößtes Segelereignis

Die Geschichte der Kieler Woche begann nicht mit einem großen Plan, sondern mit der Begeisterung einiger weniger Segler. Als der Marineingenieur Hermann Saefkow im Jahr 1880 nach Kiel versetzt wurde, brachte er seine Yacht „Anna“ mit an die Förde. Gemeinsam mit dem Schiffbauingenieur Carl Busley und dem Marineoffizier Lüder Arenhold gehörte er zu einem kleinen Kreis segelbegeisterter Männer, die das Regattasegeln in Kiel fördern wollten. Am 1. September 1881 organisierten sie eine bescheidene Wettfahrt auf der Kieler Förde. Lediglich vier zivile Yachten gingen an den Start.

Niemand konnte damals ahnen, dass dieses Ereignis den Grundstein für die spätere Kieler Woche legen würde. Entscheidend war nämlich nicht die Größe der Regatta, sondern die Aufmerksamkeit, die sie erregte. Unter den Beobachtern befanden sich Vertreter des Norddeutschen Regatta-Vereins aus Hamburg. Sie erkannten das Potenzial des Reviers und der Kieler Initiative und nahmen Kontakt zu den Organisatoren auf.

Davon und von anderen Begebenheiten rund um die Kieler Woche erzählt Wolfgang Gottschalk in seinem Vortrag am Dienstag, 23.06.26, 15.00 Uhr – 16.30 Uhr, im Pop Up Pavillon an Alten Markt.

Käthe Bruns - Grand Dame des Segelsports

Wenn von den großen Persönlichkeiten des deutschen Segelsports die Rede ist, fällt ihr Name immer wieder: die Berliner Seglerin, Autorin und Journalistin gilt bis heute als die „Grand Dame des deutschen Segelsports“. In einer Zeit, in der Segeln vor allem eine Domäne wohlhabender Herren war, eroberte sie sich ihren Platz an Bord und wurde zu einer der wichtigsten Chronistinnen des deutschen Yachtwesens.

Käthe Bruns war weit mehr als nur eine Zeitzeugin. Sie prägte die öffentliche Wahrnehmung des Segelsport über Jahrzehnte hinweg. Ihre Reportagen zeigen, wie sich der Sport im Laufe des 20. Jahrhunderts wandelte: von der streng reglementierten Welt der Kaiserzeit über die sportlich geprägten Zwanzigerjahre bis hin zur lockeren Crew-Kultur der Nachkriegszeit.

Manuela Junghölter ist den Spuren der „Grand Dame“ durch die Zeitgeschichte gefolgt. Was sie dabei in Archiven an bislang unbekanntem Daten und Fakten fand, das erzählt sie uns bei einem Vortrag mit anschließender Aussprache am Donnerstag, 25.06.2026, um 15.00 im Pop Up Pavillon am Alten Markt in Kiel.

Wenn die Glocken Geschichten erzählen

Wer während der Kieler Woche einmal dem Trubel am Wasser entfliehen möchte, findet mitten in der Altstadt einen ganz besonderen Klangraum: das Kieler Carillon im Turm der ehemaligen Klosterkirche – ein Konzertglockenspiel als Zeichen der Versöhnung und der Hoffnung auf Frieden.

Heute umfasst das Instrument 50 Bronzeglocken und gehört zu den bedeutendsten Carillons Deutschlands. Täglich erklingen automatische Melodien über den Dächern der Stadt, doch besonders eindrucksvoll sind die Live-Konzerte, wenn die Glocken von Hand gespielt werden und der ganze Klangreichtum des Instruments hörbar wird.

Zur Kieler Woche laden gleich drei Konzerte dazu ein, dieses besondere Instrument kennenzulernen:

Montag, 22. Juni 2026, 16 Uhr
Volker Scheibe (Niebüll)
Mittwoch, 24. Juni 2026, 16 Uhr
Gerd Heinrich (Kiel)
Freitag, 26. Juni 2026, 16 Uhr
Carillon-Konzert zur Kieler Woche

Die Konzerte sind kostenlos und lassen sich besonders gut im Klostergarten oder auf den umliegenden Plätzen genießen. Wer genauer wissen möchte, wie ein Carillon funktioniert, sollte die begleitenden Führungen nutzen. Dabei werden nicht nur die erhaltenen Räume des Klosters und der historische Klostergarten vorgestellt, sondern auch die Technik und Geschichte des Glockenspiels erläutert.

Kieler Kloster, Falckstraße 9, D-24103 Kiel
info@kielerkloster.de • www.kielerkloster.de
Detaillierte Hinweise auf die einzelnen Veranstaltungen finden Sie in den Folgewochen auf unserer Homepage www.kieler-stadtgeschichte.de, unserem Instagram-Account und in unserem Newsletter.
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