Vom preußischen Prachtbau zu steinernen Überresten. Das ehemalige Universitätsgebäude im Schlossgarten

Das ehemalige Kollegiengebäude der Christian-Albrechts-Universität im Schloßgarten, aufgenommen 1895 von Eduard Mertens, gemeinfrei, Stadtarchiv Kiel.
Kiel hat eine interessante und vielfältige Geschichte, und die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte lädt mit der Vortragsreihe Kieler Geschichte kompakt zu kurzweiligen Streifzügen durch ihre Kapitel ein, mit Austausch im Anschluss. Am Donnerstag, den 5. November, geht es in den Schloßgarten. Dort stand einst das Hauptgebäude der Christian-Albrechts-Universität, das in den Jahren von 1873 bis 1876 nach Plänen der Berliner Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden errichtet wurde. 1944 wurde es bei einem Luftangriff zerstört, am 23. Oktober 1954 schließlich gesprengt. Übrig blieben nur Fragmente: steinerne Köpfe der Philosophenstatuen vom Eingangsportal, Terrakotten von der Fassade, eine Türklinke. Wer heute im Kieler Schlossgarten spazieren geht, ahnt nicht, was für ein preußischer Prachtbau hier einst stand.
Anne Krohn (CAU Kiel) gibt in ihrem Vortrag einen spannenden Einblick in die Geschichte dieses Gebäudes, das nicht nur ein beliebtes Postkartenmotiv war, sondern auch Mittelpunkt des akademischen Kiels und eindrücklicher steinerner Zeuge verschiedener historischer Epochen.
Um Anmledung bei der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung wird gebeten.