Sonderveröffentlichung 96 wird vorgestellt

Am 7. November um 11 Uhr präsentiert Hilke Niemann im 1. Foyer des Opernhauses ihr Buch
„»Hier Himmelsfeier, dort Erdenposse«
Die Kieler Theater im Ersten Weltkrieg zwischen
Patriotismus, hoher Kunst und Ablenkung“.
Es erschien im Oktober 2021 als Buch 96 in der Reihe der Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte.
„Auch zwischen den Waffen brauchen die Musen nicht zu
schweigen.“ (Zitat aus: Kieler Neueste Nachrichten, 15.09.1914, Art. »Stadttheater«., Kritik zu Der Prinz von Homburg)
Welche Bedeutung kann das Theater haben, wenn sich ein Land im Kriegszustand befindet? Hilke Niemann widmet sich dieser Frage mit Blick auf den Ersten Weltkrieg. Sie untersucht dabei, ob Krieg und Politik mit Kriegsbeginn in der Theaterspielzeit 1914/1915
ihren Weg auf die Kieler Bühnen fanden und wie sich die gesellschaftlichen Veränderungen in den folgenden Spielzeiten auf das Theater und seine Spielpläne auswirkten.
Grundlage ihrer Forschungen, bei denen sie vom Verein Theatermuseum Kiel e.V. tatkräftig unterstützt wurde, bilden die Theaterakten der Stadt sowie ein systematisch rekonstruierter Spielplan der Spielzeiten 1913/1914 bis 1918/1919. Mit Anzeigen und
Kritiken zeitgenössischer Kieler Zeitungen sowie zahlreichen
bisher unbekannten Fotografien von Kieler Schauspielern und Schauspielerinnen gibt dieses Buch einen lebhaften Einblick in
den Kieler Theateralltag und in das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt während des Ersten Weltkrieges.
Fotografien und Zeitungsausschnitte vermitteln zur Buch-
vorstellung einen optischen, Schellackplatten darüber hinaus
einen akustischen Eindruck der Zeit.
Interessierte sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei.
Es gilt die „3-G-Regel“. Bitte bringen Sie den entsprechenden
Nachweis zur Veranstaltung mit.

Hilke Niemann:
„»Hier Himmelsfeier, dort Erdenposse« Die Kieler Theater im
Ersten Weltkrieg zwischen Patriotismus, hoher Kunst und
Ablenkung“
Verlag Ludwig, Kiel 2021 – 192 Seiten, 54 S/W-Abbildungen,
Broschur, 17x24cm, ISBN: 978-3-86935-413-2
Im Buchhandel erhältlich für € 22,50.
Mitglieder der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte zahlen bei Bestellung über die Geschäftsstelle den reduzierten Mitgliederpreis.

Kieler Online-Lexikon Kiel-Wiki sucht Verstärkung

Die Internet-Plattform Kiel-Wiki wächst weiter.

Nächste Gelegenheit, sie kennenzulernen, ist
Mittwoch, der 3. November 2021, um 19 Uhr.
Der Ort steht noch nicht fest. Interessierte können uns eine Mail schreiben (siehe „Kontakt“).

Dann treffen sich BearbeiterInnen zum Austausch. Weitere Interessierte sind willkommen, auch ohne Vorerfahrungen.

Wem das Netz zu wenig Informationen über die Stadtgeschichte bereithält, der oder die kann jetzt selbst für Abhilfe sorgen. Das lokale Online-Lexikon Kiel-Wiki und die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte bieten interessierten Kielerinnen und Kielern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Landeshauptstadt und all ihre Facetten nach dem Vorbild der Internet-Enzyklopädie Wikipedia zu teilen.
Und zwar in Form von Artikeln etwa über geschichtsträchtige Ereignisse, kulturelle Begebenheiten, herausragende Persönlichkeiten oder attraktive Orte der Stadt.

Derzeit sind fast 4 500 entsprechende Artikel online lesbar. Vorlagen und Anleitungen erleichtern den Einstieg in die digitalisierte Lokalgeschichtsschreibung. Sollten dennoch mal ‚alle Stricke reißen‘, helfen die erfahrenen BearbeiterInnen der Plattform weiter.

Kunst und Kultur auf dem Südfriedhof

Dr. Dieter Andresen liest am Grab von Klaus Groth. (Foto skw)
Dr. Dieter Andresen liest am Grab von Klaus Groth. (Foto skw)

Mit zwei Führungen am 16. und 23. September über den Südfriedhof auf den Spuren plattdeutscher Autoren schloss die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte ihr Angebot an Veranstaltungen für 2021 ab. Der bekannte plattdeutsche Autor und Literaturkenner Pastor Dr. Dieter Andresen führte uns zu den Gräbern von Reimer Bull, Johann Meyer und Klaus Groth und las aus deren Werken. Der Liedermacher Manfred Jaspers ergänzte die gut einstündige Führung durch zum Teil eigens für diesen Anlass vertonte Werke der drei Autoren. Damit will die Gesellschaft auch zur Sicherung der plattdeutschen Sprache als Kulturgut beitragen.

Wegen der Pandemie-Beschränkungen konnten auch 2021 nicht die gewohnten Exkursionen unternommen werden. Mit sommerlichen Freiluftführungen auf Friedhöfen (Südfriedhof, Jüdischer Friedhof und Nordfriedhof) und in Stadtteilen (Franzosenviertel) bot die Gesellschaft ihren Mitgliedern Alternativen im Rahmen des Möglichen an, die sehr gut angenommen wurden. Daher werden diese Angebote 2022 beibehalten, selbst wenn Exkursionen zu anderen Zielen in Schleswig-Holstein wieder möglich sein sollten.

Führung Jüdischer Friedhof durch Frau Viktoria Ladyshenski. (Foto Rackwitz)

Kiel in Schleswig

Ende August beteiligte sich unsere Gesellschaft am 3. „Tag der schleswig-holsteinischen Geschichte“. Schon für 2020 unter dem Motto „Grenzen im Norden“ geplant, wegen der Pandemie mehrfach verschoben, war der Fachtag in der Schleswiger A. P. Møller Skolen jetzt gut besucht. Unser Info-Stand war einen Tag lag ein gefragter Anlaufpunkt für viele an der Geschichte Kiels interessierte Gäste. Dabei wurde angeregt über die Vermittlung von historischen Inhalten diskutiert.

Auch zum Fachprogramm trugen unser Vorsitzender Rolf Fischer und Geschäftsführer Dr. Martin Rackwitz bei – mit einem gemeinsamen Kurzvortrag über „Grenzen der Erinnerung. Die notwendige Rolle der ‚Zweitzeugen‘ in der Erinnerungskultur“. Bei Interesse kann er – ebenso wie alle anderen Kurzvorträge des Tages – nachgelesen werden im Themenheft 5 von „Schleswig-Holstein. Die Kulturzeitschrift für den Norden“ (Sommer/Herbst 2021).

(Fotos skw)

 

Geschäftsstelle im Stadtarchiv