Kieler Zeitfenster

Premiere: Geschichtsgesellschaft geht auf Sendung
Die erste Folge der neuen Sendereihe Kieler Zeitfenster – eine Viertelstunde aus der fast 800jährigen Geschichte der Stadt Kiel” der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte wurde am 25. Mai 2021 von 16 Uhr bis 16.15 Uhr im Programm des Offenen Kanals Kiel (OKK) gesendet. In zunächst sechs Folgen lesen der Schauspieler Horst Stenzel und seine Kollegin Isabel Martinez interessante, spannende und auch vergnügliche Abschnitte aus jeweils einem Buch der Geschichtsgesellschaft. Erstmals in ihrer Geschichte präsentiert die Gesellschaft damit ein Fernsehformat. Dazu ihr Vorsitzender Rolf Fischer:
“Es gibt viele Momente in unserer Stadtgeschichte, die es lohnen, genauer hinzusehen und reinzuhören. Wir stellen Kieler Persönlichkeiten, Ereignisse und Erlebnisse vor, die Interesse für die Historie wecken und zum Nachdenken anregen sollen. Das Format ist dafür ideal. So wird deutlich, dass Geschichte durchaus unterschiedliche Perspektiven und Positionen zulässt.”
Bisher wurden sechs Folgen des “Kieler Zeitfensters” aufgezeichnet, weitere sind geplant. Die Sendereihe begann mit einem Ausschnitt aus den Erinnerungen des Schülers Theodor Pinn, der später ein bekannter Kieler Pastor war, an den 1. Weltkrieg. Es folgen u.a. Texte über Julie Michaelis, eine interessante bürgerliche Frau des 19. Jahrhunderts, über die Kieler Ereignisse von 1918, über die Familie Hansen aus Wellingdorf und über die ersten Auslandsreisen des Journalisten Karl Rickers nach 1950.
Jeden Dienstag um 16 Uhr sendet der OKK die wöchentliche Lesung, jeden Sonntag um 18 Uhr wird sie wiederholt. In die Mediathek des OKK sind die Sendungen bisher nicht aufgenommen, können aber jeweils zu den Sendezeiten
verfolgt werden. Es ist auch geplant, die Lesungen in absehbarer Zeit über das Internet dauerhaft bereitzustellen.
Durch die Kooperation mit den Künstler*innen und dem Offenen Kanal will die Gesellschaft die Aufmerksamkeit auch auf die Notwendigkeit einer lebendigen Kieler Kulturszene lenken, die es gerade in Zeiten der Corona-Pandemie besonders schwer hat.
Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte dankt Isabel Martinez, Horst Stenzel und dem Offenen Kanal Kiel herzlich für die gute Kooperation!

Kieler Persönlichkeiten

Der Themenschwerpunkt von Band 90, Heft 3 der „Mitteilungen zur Kieler Stadtgeschichte“, der demnächst erscheint, ist ein biografischer:
Drei überaus interessante Personen bzw. Familien stehen im Zentrum. So stellt Prof. Dr. Kai-Detlev Sievers die Familie des Physikers und Unternehmers Dr. Hans Usener vor, Rolf Fischer zeichnet eine biografische Skizze des ehemaligen Polizeipräsidenten Wilhelm Poller (1860-1935) und Renate Kienle porträtiert Werk und Person des Architekten Heinrich Hansen (1881-1955).
Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte setzt damit ihre Reihe von Veröffentlichungen fort, die sich mit den Lebensläufen von Persönlichkeiten aus unserer Stadt befassen. Menschen machen Geschichte(n) – wir stellen sie vor! 

 

Internetseite zum Mitmachen:

Kiel-Wiki und Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte vereinbaren Kooperation

Logo Kiel-WikiDie Kieler Stadtgeschichte ist spannend und vielschichtig – das wissen alle, die sich schon einmal damit befasst haben. Davon gibt es zahlreiche Menschen in der Landeshauptstadt, und sie möchten ihr Wissen teilen. Aus diesem Grund hat der Kieler Jung Patrick Coquelin vor sieben Jahren eine digitale Plattform ins Leben gerufen: das Kiel-Wiki. Hier können sich alle, die Lust dazu haben, beteiligen und ihr Wissen frei zugänglich machen. So ist bereits ein ansehnliches digitales Lexikon zu Themen der Kieler Stadtgeschichte und -entwicklung mit über 4.400 Artikeln entstanden, in dem es sich lohnt zu stöbern.

Da liegt es nahe, dass jetzt die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte mit an Bord gegangen ist, um den Bestand dieser Plattform auf Dauer zu sichern. „Wir machen sehr gerne mit beim Kiel-Wiki und unterstützen den Fortbestand dieses tollen Angebots“, freut sich der Vorsitzende Rolf Fischer, “denn es ist ein wertvoller Dienst an der Stadt, ihre vielfältige Geschichte zu erzählen und Erinnerungen zu bewahren.“

Die Gesellschaft übernimmt entstehende Serverkosten und bringt sich mit ihren fast 1.500 Mitgliedern aktiv in die fortlaufende Geschichtsarbeit ein. „Dazu laden wir gemeinsam auch alle Kielerinnen und Kieler sowie weitere Kiel-Kenner*innen ganz herzlich ein“, sagt Gründer Patrick Coquelin. Sein Mitstreiter Steffen Voß, der die technische Seite betreut, ergänzt: „Die Internetseite ist sehr leicht zu bedienen und für alle kostenlos zugänglich.“ Beide arbeiten, wie alle anderen Beteiligten, ehrenamtlich.

Ein “Wiki” (das hawaiische Wort für ‚schnell‘) ist ein Webangebot, dessen Seiten sich leicht und ohne technische Vorkenntnisse direkt im Webbrowser bearbeiten lassen. Anders als herkömmliche, gedruckte Enzyklopädien ist das Kiel-Wiki.de kostenlos im Internet zugänglich. Die Inhalte dürfen unter Angabe der Quelle, der Autorenschaft und der Lizenz frei kopiert und verwendt werden. Dafür sorgen die Creative-Commons-Lizenz und die GNU-Lizenz für freie Dokumentation, unter der die Autorinnen und Autoren ihre Texte veröffentlichen.

Das einfach zu bedienende Kiel-Wiki wird auf diese Weise zum ersten Anlaufpunkt in Kielfragen für Kieler Sprotten, Zugereiste und die vielen Gäste, die unsere Landeshauptstadt besuchen.