Archiv

Im Archiv finden Sie Beiträge aus der Arbeit der Gesellschaft, die nicht mehr aktuell sind, aber aufbewahrt werden und mit der Zeit eine kleine Chronik der Gesellschaft ab 2018 bilden. Ergänzungen werden jeweils chronologisch eingefügt.

Treffen Kieler  Geschichtsinitiativen

26.9.2020
Ein erstes Treffen von Kieler Initiativen und Vereinen, die an der Geschichte ihres Stadtteils arbeiten und damit zur Aufarbeitung von Stadtgeschichte beitragen, fand auf Einladung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. kürzlich im Rathaus statt. Es beteiligten sich der Geschichtsverein Rund um den Russee e.V., das Maritime Viertel e.V. aus der Wik, der Bürgerverein Elmschenhagen e.V. sowie der Förderverein Gießereimuseum Neumühlen-Dietrichsdorf e.V.. Aus Mettenhof konnte zu diesem Treffen leider niemand teilnehmen.

Nach einer Vorstellung der jeweiligen Aktivitäten ging es um drei zentrale Fragen: Wie sind die Planungen der Initiativen für die nächsten Jahre? Welche Unterstützung brauchen sie? Wie kann die Kooperation zwischen ihnen gefördert werden?

Zwei Punkte wurden konkret vereinbart:

  • Die Gesellschaft lädt einmal jährlich zu einem fachlichen Treffen ein. Termin und Thema werden vorher vereinbart und es werden qualifizierte Referent*innen eingeladen.
  • Die Gesellschaft bietet den Initiativen eine Einweisung in die Arbeit mit dem Kiel-Wiki an, damit sie ihre Ergebnisse ggf. auch dort veröffentlichen können.

Nach reger Diskussion ging das Treffen mit einem “pandemie-gerechten” Abschlussfoto zuende.

Treffen Kieler GeschichtsinitiativenV.l.: Ingrid Lietzow und Kirsten Borm (Wik), Robert Bartels (Russee), Sönke Petersen (Neumühlen-Dietrichsdorf), Susanne Kalweit (GKSt), Carsten Frahm (Hassee), Rüdiger Kirkskothen (Elmschenhagen), Rolf Fischer (GKSt).

Prof. Dr. Aleida Assmann sprach in Kiel

Prof. Dr. Aleida Assmann
Prof. Dr. Aleida Assmann

5.2.2020
Auf Einladung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte (GKSt) sprach Prof. Dr. Aleida Assmann, die 2018 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnete Kulturwissenschaftlerin, im   Wissenschaftszentrum Kiel über “Erinnerungskultur und Kriegserleben”. Der Vortrag bildete den Auftakt zum Begleitprogramm der Ausstellung “Luftkrieg und ‘Heimatfront'”, die ab 9. Februar 2020 im Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Gebäude Warleberger Hof, zu sehen war.

Im Zentrum der Ausführungen von Frau Prof. Assmann standen Überlegungen dazu, wann ein Krieg wirklich zuende ist – nicht nur in der Realität, sondern in den Köpfen der Menschen. Sie stellte dar, wie Haltungen, Denkweisen und Mythen aus dem Ersten Weltkrieg im Zweiten Weltkrieg weiterwirkten.

Prof. Dr. Aleida Assmann und Vorsitzender Rolf Fischer
Prof. Dr. Aleida Assmann und Vorsitzender Rolf Fischer

Das Interesse am Vortrag war überaus groß, die 230 Plätze im Wissenschaftszentrum vollständig besetzt.

 

Kiel knüpft Kontakte nach Leipzig

1.2.2020

Vor dem Leipziger Kaffeemuseum. Foto: FischerIm Rahmen eines privaten Besuches in Leipzig trafen sich unser Vorsitzender Rolf Fischer und Mitglied Uwe Nieber (Foto Mitte) zum Gespräch mit den Vorstandsmitgliedern des Leipziger Geschichtsvereins e.V. Richard Entschel (links) und Dr. Jürgen Schlimper. Dabei zeigte sich, dass es eine Reihe von Gemeinsamkeiten zwischen unseren Vereinen gibt. Es wurde vereinbart, den Austausch zu vertiefen.

Der Leipziger Geschichtsverein e.V. gehört zu den großen Vereinen der Stadt und kann mit 150 Jahren auf eine ähnlich lange Geschichte zurückblicken wie die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte.

Deutschlandstipendium 2020

13.1.2020
Henning Andresen, Seminar für Geschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, ist der von der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte im Jahr 2020 geförderte Deutschlandstipendiat. Er erhielt Ende 2019 aus der Hand des Vorsitzenden Rolf Fischer die Stipendiums-Urkunde.

Überreichen der Urkunde zum Deutschlandstipendium
Mit der Beteiligung am Deutschlandstipendium fördert die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte schon seit Jahren den wissenschaftlichen Nachwuchs und die universitäre Forschung in Kiel.


Mitgliederversammlung überaus gut besucht

16.6.2019
In einer ebenso angenehmen wie konstruktiven Atmosphäre fand die Mitgliederversammlung am 14. Juni statt. Mit fast 80 Anwesenden war der Zuspruch hoch.
Der Vorsitzende Rolf Fischer erläuterte den Rechenschaftsbericht und verwies u.a. auf eine wachsende Zahl von Mitgliedern. Dr. Jürgen Jensen stellte die aktuellen Publikationen vor, und Schatzmeister Ernst-Wilhelm Münster gab den Kassenbericht.
Nach eingehender Beratung verabschiedeten die Mitglieder einstimmig eine Neufassung der Vereinssatzung. Eine der wesentlichsten Neuerungen ist, den Vorstand auf bis zu sieben Personen zu erweitern. Zudem wurde angeregt, die neue Satzung und das Protokoll der Mitgliederversammlung in den ‘Mitteilungen zur Kieler Stadtgeschichte’ zu veröffentlichen, um sie allen Mitgliedern auf einfache Weise zugänglich zu machen.
Abschließend dankte der Vorsitzende dem Team der schleswig-holsteinischen Landesbibliothek, in deren Räumen die MV stattfand.

Trauer um Frau Dr. Schubert-Riese

28.1.2019
Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte trauert um ihr Ehrenmitglied Dr. Brigitte Schubert-Riese, die am 19. Januar 2019 unerwartet verstarb.
Mit ihrer großen historischen und geschichtspolitischen Kompetenz hat Frau Dr. Schubert-Riese unsere Gesellschaft geprägt und der Kieler Kultur- und Wissenschaftsszene nachhaltige Impulse gegeben. Wir werden ihre persönliche Zugewandtheit, ihre überzeugenden Anregungen und engagierten Diskussionsbeiträge sehr schmerzlich vermissen. Uns bleibt die Erinnerung in großer Dankbarkeit. Wir trauern mit der Familie und den Freunden!

Revolution im Landtag!

20.11.2018
Revolution im Landtag – unsere Gesellschaft war dabei!
Der Landesbeauftragte für politische Bildung des Landes Schleswig-Holstein hatte zum 100. Jahrestag des Kieler Matrosenaufstandes zu einem „Barcamp“* eingeladen. Mehrere Schulklassen und etliche sonstige Interessierte trafen sich Anfang November zu dieser zweitägigen Veranstaltung. Unsere Gesellschaft bot am ersten Tag  zwei  „Sessions“** an: Susanne Kalweit eine Diskussion zur Rolle der Frauen in der Revolution und Rolf Fischer eine Runde, die Vorschläge sammelte für neue Formen der Erinnerungskultur.
Für uns brachte das Barcamp in seiner spontanen und unkonventionellen Art etliche neue Ideen und Vorschläge!

*Barcamp: Offene Tagung, deren Inhalte und Ablauf von den Teilnehmenden zu Beginn der Tagung selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden – erklärt Wikipedia.
**Session: lockere Diskussionsgruppe oder Werkstatt von 45-60 min Länge, in der grundsätzlich alle gleichberechtigt sind.