Band 36 – Die Pädagogische Hochschule Kiel im Dritten Reich

Nach dem Ende der NS-Herrschaft in Deutschland hat es lange keine Auseinandersetzung über die Rolle der Hochschulen in der Zeit des Nationalsozialismus gegeben. Für die Pädagogische Hochschule Kiel stellt der Band wichtige Fragen: Was wurde in dieser Zeit dort gelehrt? Wer waren die Dozenten? Inwieweit wurde nationalsozialistisches Gedankengut übernommen und propagiert? Und schließlich: Wie ist die Hochschule in der Nachkriegszeit mit ihrer Vergangenheit umgegangen? – Dieser Sammelband ist aus einem öffentlichen „Politischen Forum“ hervorgegangen, das am 5. Juni 2000 im Schleswig-Holsteinischen Landtag stattfand. Aus dem Inhalt: F.-M. Kuhlemann: Schule, Hochschule und Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus | M. Hanisch: Zur Lage der Studenten an der Universität Kiel im Dritten Reich | A. Bruhn: Didaktische Konzeptionen in der Weimarer Republik und im Dritten Reich. Das Beispiel Ulrich Peters | M. Jessen-Klingenberg: Karl Alnor (1891-1940), ein Kieler Geschichtsdidaktiker im Dritten Reich | H.-R. Dräger: Die Pädagogische Hochschule in der NS-Zeit – persönliche Erinnerungen und Überlegungen | A. Klußmann, A. Pfaff, K. Reinsdorf, Ch. Schimmer: Adolf Bracker, ein Dozent an der Hochschule für Lehrerbildung während und nach dem Dritten Reich. Eine Spurensuche | S. Pischel: Ivo Braak – ein Hochschullehrer an der Hochschule für Lehrerbildung und an der Pädagogischen Hochschule in Kiel | H.-Ch. Petersen: Der Umgang mit dem „nationalsozialistischen Erbe“ – das Beispiel Ivo Braak

Karl Heinrich Pohl (Hg.):
Die Pädagogische Hochschule Kiel im Dritten Reich
(Sonderveröffentlichung 36 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Verlag für Regionalgeschichte | Bielefeld 2001 | 196 Seiten
ISBN 978-3-895343773
In der Geschäftsstelle zum Preis von 10,00 € (Nichtmitglieder 14,00 €) erhältlich.