Kriminalität und Straftecht in Kiel im ausgehenden Mittelalter

Band 82 – Kriminalität und Strafrecht

Gwendolyn Peters befasst sich mit der Strafrechts- und Kriminalitätsgeschichte der Stadt Kiel im 15. und 16. Jahrhundert. Das Varbuch gibt als Quelle Aufschluss über vor Gericht verhandelte Fälle von Kapitalverbrechen. Aus dem Vergleich der Rechtsquellen mit der tatsächlichen Strafrechtspraxis wird deutlich, dass vor Gericht eine durchgängige gesellschaftliche Ungleichheit zu Gunsten vermögender und angesehener Personengruppen herrschte.
Durch die Aufnahme von Ansätzen der Historischen Kriminalitätsforschung liegt erstmals eine sozialgeschichtliche Analyse des Varbuchs als Quelle zur Kriminalitätsgeschichte vor. In der Schichtspezifik von Straftaten sowie der sozialen Einbindung, Spezialisierung und Mobilität der Delinquenten äußert sich die Alltäglichkeit spätmittelalterlicher städtischer Kriminalität.
Kriminalität und Strafrecht
Kriminalität und Strafrecht

Gwendolyn Peters: Kriminalität und Strafrecht in Kiel im ausgehenden Mittelalter. Das Varbuch als Quelle zur Rechts- und Sozialgeschichte (Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte Band 82), Frankfurt/M. 2017