Band 39 – Deutsche Marinemalerei 1830 – 2000

Die Marinemalerei fand seit den späten 1970er Jahren in Deutschland steigende Beachtung, die nicht nur, aber auch mit der Gründung des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven zusammenhing. Eine Vielzahl von Sonderausstellungen und wissenschaftlichen Publikationen zum Leben und Werk deutscher Marinemaler führte auch in anderen norddeutschen Städten und bei Privatsammlern zur verstärkten Hinwendung zu diesem Genre, das sich seit etwa 1830 auch in Deutschland von der Landschaftsmalerei emanzipierte. Seine Entwicklung zu einer eigenständigen Gattung hing von bestimmten politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ab. Wenngleich die Marinemalerei ihren absoluten Höhepunkt in der Kaiserzeit hatte, so hat sie sich doch unter gewandelten Verhältnissen ihre Eigenständigkeit bis heute bewahrt.

Der Autor stellt die Epoche der deutschen Marinemalerei von 1830 bis 2000 dar und setzt damit den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema fort. Bildtafeln mit Schiffsdarstellungen in Meeres- und Küstenlandschaften, aus der maritimen Arbeitswelt und der militärischen Ereignismalerei veranschaulichen seine Ausführungen.

Lars U. Scholl:
Deutsche Marinemalerei 1830 – 2000
(Sonderveröffentlichung 39 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Maren Knauß Verlag | Helgoland 2002 | 104 Seiten
ISBN 978-3-3926151-17-X
In der Geschäftsstelle zum Preis von 17,50 € erhältlich (Nichtmitglieder 25,00 €).

Band 35 – Holsteinische Landschaftsbilder 1790 – 1864

Malerei und Graphik aus dem Bestand der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloß Gottorf

Es ist sachverständiger kunsthistorischer Sammeltätigkeit seit mehr als einem Jahrhundert zu verdanken, dass zur Jahrtausendwende eine Ausstellung von Gemälden, Aquarellen, Zeichnungen und Druckgrafik aus den Beständen des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte vorgestellt werden konnte, die erstmals zusammenhängend die künstlerische Sicht auf die Landschaft Holsteins in ihrem Wandel zwischen 1790 und 1864 erkennbar werden ließ. Dieses “Kleine Arkadien” wurde von Literaten und Bildenden Künstlern vor 200 Jahren entdeckt und machte einen wesentlichen Teil der Anziehungskraft Schleswig-Holsteins aus; erst später kamen die Westküste und die Inseln mit ihrer vollständig anderen Ausstrahlung hinzu.

Jan Drees, damals der beste Kenner der Bestände an älterer Malerei und Grafik auf Gottorf, wählte für dieses Buch die schönsten und wichtigsten Ansichten der Gegenden um Kiel, Plön, Eutin und Cismar dieser Periode aus und konfrontierte sie mit zeitgenössischen Kommentaren. Bei dieser Gelegenheit konnten die meisten der rund 140 wertvollen Blätter erstmals nach aktuellen Maßstäben konserviert, teilweise auch restauriert werden. Das Ergebnis der gemeinsamen Bemühungen von Werkstatt und Wissenschaft wurde 1999 in einer Ausstellung im Kloster Cismar – also im Herzen eben jener Landschaft – und im Sommer 2000 im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof gezeigt. Was seinerzeit mit schwärmerischen Umschreibungen als “Idyllenwelt” gerühmt wurde, hat seinen romantischen Reiz bis heute nicht eingebüßt.

Jan Drees:
Holsteinische Landschaftsbilder 1790 – 1864
(Sonderveröffentlichung 35 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Walter G. Mühlau Verlag | Kiel 2000 | 112 S.
ISBN 978-3-87559-086-4
In der Geschäftsstelle zum Preis von 10,00 € erhältlich (Nichtmitglieder 14,00 €).