Die Stadtgeschichte hat ein neues Zuhause: Am 13. März 2026 öffnete das Geschichtszentrum „Stadtgeschichte hoch 3“ feierlich seine Türen im ehemaligen Bundesbank-Gebäude an der Hopfenstraße. Schon der Tag der offiziellen Eröffnung war ein Symbol für Aufbruch und Begegnung: Politiker, Vertreter der beteiligten Institutionen und zahlreiche Bürgerinnen und Bürger fanden sich ein, um den Startschuss für ein ambitioniertes Projekt zu geben.

Stadtarchiv Kiel, Werkstatt 20. Jahrhundert und die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. bündeln ihre Kräfte, um die Vergangenheit der Stadt für alle zugänglich zu machen – vom Schulprojekt bis zur wissenschaftlichen Recherche.

Am Tag der Offenen Tür am Samstag zeigte sich das volle Potenzial: Besucher konnten nicht nur interaktive Ausstellungen erkunden, die insbesondere die Kieler Geschichte des 20. Jahrhunderts ins Zentrum rücken, sondern auch selbst in Archivmaterialien stöbern, historische Dokumente betrachten und Fragen an die Expertinnen und Experten richten. Workshops und Gesprächsrunden luden dazu ein, Stadtgeschichte aktiv zu entdecken – und das nicht nur als Konsument, sondern als Mitgestalter.

Für die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. markiert der neue Standort einen wichtigen Meilenstein. Er bietet nicht nur bessere Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Forschungsprojekte, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten, die Kieler Bevölkerung stärker in die Arbeit einzubeziehen. Die Herausforderungen liegen klar auf der Hand: Wie können mehr Menschen für die Auseinandersetzung mit der eigenen Stadtgeschichte gewonnen werden? Wie lässt sich historische Forschung und Vermittlung für die digitale Generation attraktiv gestalten? „Stadtgeschichte hoch 3“ signalisiert jedenfalls, dass die Gesellschaft bereit ist, diese Fragen anzugehen.

Die Resonanz der Besucher spricht für sich: Begeisterung über interaktive Exponate, intensive Gespräche über lokale Geschichte und die spürbare Freude daran, dass Geschichte nicht nur erzählt, sondern erlebt werden kann. Das Zentrum versteht sich als offener Lern- und Begegnungsort, an dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Kiels aufeinandertreffen.

Mit „Stadtgeschichte hoch 3“ hat Kiel nicht nur einen neuen Standort für die Stadtgeschichte gewonnen, sondern einen Ort, der Bürgerinnen und Bürger jeden Alters einlädt, die eigene Stadt aus neuen Perspektiven zu entdecken und mitzudenken – und die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V. startet mit dieser Plattform in ein neues Kapitel ihrer Arbeit.

Geschichte Hoch Drei - Hinweisschild für Geschichtszentrum im Rathaus III