Band 90 – Der Kieler Südfriedhof

Bestattungskultur und Gartenkunst seit 1869.

Mit seinem Alter von 150 Jahren ist der Kieler Südfriedhof nicht nur der älteste Friedhof der Stadt, sondern auch ihr bedeutendster und schönster. Als erster Parkfriedhof im Lande wurde er nach den Ideen des Englischen Landschaftsparks gestaltet. Damit verkörpert er ein freiheitlich-republikanisches Weltbild, wie es im Zeitalter der Aufklärung entstanden ist. In seiner Bestattungskultur spiegelt der Südfriedhof die Entwicklung vom Einzug der Verstorbenen in die großbürgerliche Grabanlage bis hin zu deren namenlosem Verschwinden „unter dem ­grünen Rasen“. Interesse verdient er auch als letzte Ruhestätte von Kieler Persönlichkeiten aus Politik und Kirche, Wissenschaft und Technik, Handel und Medizin sowie Kunst und Literatur. Walter Arnold (Text) und Bettina Fischer (Fotos) zeichnen ein Porträt dieses bewahrenswerten Ortes der Stadt- und der Landesgeschichte.

Walter Arnold / Bettina Fischer:
Der Kieler Südfriedhof – Bestattungskultur und Gartenkunst seit 1869 (Sonderveröffentlichung 90 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Husum Verlag | Husum 2020 | 159 Seiten
ISBN 978-3-89876-963-1
In der Geschäftsstelle zum Preis von 14,00 € (Nichtmitglieder 17,95 €) erhältlich.

Band 85 – Kiel im Zeitalter der Weltkriege

Fotografierte Stadt- und Zeitgeschichte 1914 bis 1955.

Das Nachfolgewerk zum “Kieler Bilderschatz”! Keine wechselvolle Zeitspanne hat sich so tief in das gesellschaftliche Gedächtnis eingeprägt wie die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erlebte Kiel noch am Vorabend des 1. Weltkrieges als Reichskriegshafen einen historischen Höhepunkt seiner Entwicklung, folgten mit dem verlorenen Krieg einschneidende Umbruchs- und Krisenjahre. Nach der nationalsozialistischen Scheinblüte versank die Stadt in Schutt und Asche und bestand in der anschließenden britischen Besatzungszeit entbehrungsreiche, aber von Aufbruchsstimmung getragene Jahre des Wiederaufbaus. Mit dem Auslaufen des Besatzungsstatuts 1955 kündigten sich schließlich die Anfänge des “Wirtschaftswunders” an.

Herausgeber Dr.  Jürgen Jensen hat über 650 Erinnerungs- und Schlüsselbilder des öffentlichen Lebens und der privaten Lebensführung in Kiel zusammengestellt und kommentiert. Es entsteht ein Spiegelbild der Stadt- und Zeitgeschichte und zugleich ihre visuelle Dokumentation als historischer Bilderkanon.

Jürgen Jensen:
Kiel im Zeitalter der Weltkriege. Fotografierte Stadt- und Zeitgeschichte 1914 bis 1955
(Sonderveröffentlichung 85 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Husum Druck & Verlag | Husum 2017 | 568 S.
ISBN 978-3-89876-874-0
In der Geschäftsstelle zum Preis von 24,00 € (Nichtmitglieder 39,95 €) erhältlich.

Band 42 – Kieler Stadtporträt 1870/1920

Der Einzug der Moderne im Spiegel der Bildpostkarte.

Kiel hat als erster Reichskriegshafen und preußische Provinzial-Hauptstadt während der Regierungszeit Kaiser Wilhelms II. (1888-1918) in seiner gesamten Entwicklung einen Riesenschritt in die Moderne vollzogen. In einem „amerikanischen“ Tempo, das anderenorts seinesgleichen sucht, häutete sich das alte Kiel zu einer quirligen Großstadt mit allen widersprüchlichen Merkmalen des Fortschritts und Umbruchs. Auf dem historischen Stadtgrundriss und ausufernd auf das Gelände rund um die Förde etablierte sich eine neue Architektur mit zeitgemäßer Infrastruktur: öffentliche Gebäude und Einrichtungen, Kaufhäuser, Fabriken, Kasernen, Häuserblocks, Villenviertel u.v.a.m.. Die Flotte verwandelte Förde und Hafen in einen belebten Verkehrsplatz von Schiffen aller Klassen und Größenordnungen. Zeitweise war Kiel die größte Garnisonsstadt des Reiches und häufiges Besuchsziel des deutschen Kaisers. Kein anderes Medium als die damals äußerst populäre Bildpostkarte hat dieses neue Erscheinungsbild flächendeckend festgehalten und in tausendfachen Variationen überliefert. Dieser Band zeigt in konzentrierter Form über 600 davon. Wer ihn durchblättert, vollzieht im Geiste einen Rundgang von der Innenstadt bis in die äußeren Vor- und Nachbarorte und gewinnt gleichzeitig abwechslungsreiche Einblicke in das öffentliche Alltagsleben. Der Abbildungsindex ermöglicht auch, den Band als Nachschlagewerk für untergegangene und erhalten gebliebene Bauwerke und Einrichtungen zu nutzen.

Jürgen Jensen:
Kieler Stadtporträt 1870/1920. Der Einzug der Moderne im Spiegel der Bildpostkarte
(Sonderveröffentlichung 423 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Boyens Verlag | Heide 2002 | 264 Seiten

ISBN 978-3-804211097 / 978-3-804211094
Leider vergriffen!

Band 39 – Deutsche Marinemalerei 1830 – 2000

Die Marinemalerei fand seit den späten 1970er Jahren in Deutschland steigende Beachtung, die nicht nur, aber auch mit der Gründung des Deutschen Schifffahrtsmuseums in Bremerhaven zusammenhing. Eine Vielzahl von Sonderausstellungen und wissenschaftlichen Publikationen zum Leben und Werk deutscher Marinemaler führte auch in anderen norddeutschen Städten und bei Privatsammlern zur verstärkten Hinwendung zu diesem Genre, das sich seit etwa 1830 auch in Deutschland von der Landschaftsmalerei emanzipierte. Seine Entwicklung zu einer eigenständigen Gattung hing von bestimmten politischen und gesellschaftlichen Bedingungen ab. Wenngleich die Marinemalerei ihren absoluten Höhepunkt in der Kaiserzeit hatte, so hat sie sich doch unter gewandelten Verhältnissen ihre Eigenständigkeit bis heute bewahrt.

Der Autor stellt die Epoche der deutschen Marinemalerei von 1830 bis 2000 dar und setzt damit den wissenschaftlichen Diskurs zum Thema fort. Bildtafeln mit Schiffsdarstellungen in Meeres- und Küstenlandschaften, aus der maritimen Arbeitswelt und der militärischen Ereignismalerei veranschaulichen seine Ausführungen.

Lars U. Scholl:
Deutsche Marinemalerei 1830 – 2000
(Sonderveröffentlichung 39 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Maren Knauß Verlag | Helgoland 2002 | 104 Seiten
ISBN 978-3-3926151179
In der Geschäftsstelle zum Preis von 17,50 € (Nichtmitglieder 25,00 €) erhältlich.

Band 23 – Kriegsschauplatz Kiel

Luftbilder der Stadtzerstörung 1944/45.

Dieses Buch dokumentiert Kiels leidvollste historische Epoche. Als das Deutsche Reich am 1. September 1939 mit dem Überfall auf Polen den Zweiten Weltkrieg auslöste, wurde die Luftwaffe gegen feindliche Ziele mit massiver Härte eingesetzt und die Zivilbevölkerung den Angriffen schonungslos preisgegeben. Nach den Bombardements des mit Flüchtlingen überfüllten Bordeaux schrieb Thomas Mann am 20. Juni 1940 in sein Tagebuch: “Mitleid gebe es nicht mehr in Europa, sagen die Deutschen. Auch sie werden es noch zu spüren bekommen. Ihr Maß ist voll. In Deutschland selbst wurde zuerst das Mitleid abgeschafft. Wer weiß, wie das Elend, das sie jetzt schaffen, auf sie noch zurückschlagen wird!”

Thomas Manns Vorahnungen trafen nur zu präzise ein, nicht zuletzt für Kiel. Im Juli 1940 erfolgte der erste alliierte Großangriff auf die Stadt. Im Verlauf des Krieges zwangen 90 Luftangriffe mit 633 Vollalarmen die Bevölkerung insgesamt rund einen Monat in die Luftschutzkeller. Fast 2.900 Zivilpersonen verloren ihr Leben, über 5.000 wurden verletzt. 5 Mio. Kubikmeter Trümmer bedeckten das Stadtgebiet, auf das rund 44.000 Spreng- und etwa 500.000 Brandbomben niedergegangen waren.

Diese Kriegsschäden wurden in mehrfacher Weise dokumentiert. Britische und amerikanische Luftbildaufklärungseinheiten werteten die Angriffe schnellstens aus, um eine Erfolgskontrolle zu haben und neue Zielvorgaben für weitere Bombardierungen zu bestimmen. Sie benutzten dafür automatische Kameras. Auch deutsche Luftbildfotografen flogen – im Auftrag von Albert Speers Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion – 1943/44 zerstörte Städte ab und dokumentierten auch die Kieler Kriegsfolgen weiträumig. Ziel war vermutlich nicht nur, einen Überblick über den Zustand der bombardierten Städte zu bekommen, sondern auch eine Planungsgrundlage für den Wiederaufbau.

Jürgen Jensen:
Kriegsschauplatz Kiel. Luftbilder der Stadtzerstörung 1944/45
(Sonderveröffentlichung 23 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)

Wachholtz Verlag | Neumünster1989 | 88 Seiten
ISBN 978-3-52902-697-2
In der Geschäftsstelle zum Preis von 10,00 € (Nichtmitglieder 15,00 €) erhältlich.

Band 22 – Die Briten in Schleswig-Holstein 1945-1949

Mit der Ankunft britischer Truppen Anfang Mai und der deutschen Kapitulation endete der Zweite Weltkrieg in Schleswig-Holstein. In Wort und Bild wird die Geschichte der britischen Besatzungsmacht in Schleswig-Holstein zwischen der Kapitulation 1945 und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 dargestellt. Erstmals werden britische Akten ausgewertet und machen es dem Autor möglich, die militärische Besetzung Schleswig-Holsteins und die Errichtung der Militärregierung in ihrer Zusammengehörigkeit wie auch in ihrer funktionalen Trennung darzustellen. Neben der Organisation der Militärregierung ist es dem Autor wichtig, zu zeigen, wie sich trotz Mangelversorgung der Bevölkerung und Demontagen Deutsche und Briten in gemeinsamen Anstrengungen zum Wiederaufbau des Landes zusammenfanden. Eingestreute Dokumente ergänzen die Darstellung im Textteil. Der Bildteil gibt mit 182 zeitgenössischen Fotos, die der Kieler Kameramann Gerhard Garms (Nordmark-Film) “aus nächster Nähe” aufnehmen konnte, Einblick sowohl in das interne Leben der Besatzungsmacht als auch in ihre  Zusammenarbeit mit den Besiegten bei der Bekämpfung der Not und der Wiederbelebung des öffentlichen Lebens.

Kurt Jürgensen:
Die Briten in Schleswig-Holstein 1945-1949

(Sonderveröffentlichung 22 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Wachholtz Verlag | Neumünster 1989 | 167 Seiten
ISBN 978-3-529-02694-8
In der Geschäftsstelle zum Preis von 13,00 € (Nichtmitglieder 20,00 €) erhältlich.