Band 71 – Kieler Berufe im Wandel 1869/1909

Als 1865 die Marinestation der Ostsee nach Kiel verlegt wurde und 1867 die Herzogtümer Schleswig und Holstein zur prußischen Provinz geworden waren, hatte dies gravierende Auswirkungen auf dei Bevölkerungsstruktur der Stadt. Zwei Adressbücher aus den Jahren 1869 und 1909 sowei zahlreiche historische Zeichnungen und Fotografien dienen Kai Detlev Sievers als Quellen seiner Untersuchung der Kieler Berufswelt in dieser Periode der Umwälzung.

Ihr Vergleich ermöglicht Einblicke in die gesellschaftlichen Strukturen der Stadt und liefert so einen Beitrag zur Sozial-, Wirtschafts- und nicht zuletzt zur Bildungsgeschichte Kiels.

Titel SV 071 Kieler Berufe


Kai Detlev Sievers:

Kieler Berufe im Wandel 1869/1909
(Sonderveröffentlichung 71 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)
Husum Druck | Husum 2013 | 262 S.
ISBN 978-3-89876-645-6
In der Geschäftsstelle zum Preis von 10,00 € erhältlich (Nichtmitglieder 14,95 €).

Band 26 – Lebensqualität und Heimatgefühl in Kiel

Stadtteiluntersuchungen zu Brunswik, Exerzierplatz/Damperhof, Blücherplatz, Ellerbek, Schreventeich, Suchsdorf und Mettenhof. Gleichzeitig erschienen unter dem Titel “Stadtteiluntersuchungen in Kiel. Baugeschichte, Sozialstruktur, Lebensqualität, Heimatgefühl” als “Kieler Geographische Schriften”, Band 87, des Geographischen Instituts der Universität Kiel.

Reinhard Stewig (Hg.):
Lebensqualität und Heimatgefühl in Kiel
(Sonderveröffentlichung 26 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)

Verlag | – | – Seiten
ISBN 978-3-
In der Geschäftsstelle zum Preis von 10,00 € erhältlich (Nichtmitglieder 15,00 €)

Band 17 – Dienstboten zur Kaiserzeit

Weibliches Hauspersonal in Kiel 1871 – 1918.

Bis vor wenigen Jahrzehnten kamen Frauen in der traditionellen Geschichtsschreibung kaum vor. Im allgemeinen, von Männern diktierten  Verständnis von Geschichte waren ihre Lebenssituationen, Leistungen, Erfahrungen irrelevant. Einzelne erlangten durch ihre Taten, Fähigkeiten oder Kenntnisse ein Männern vergleichbares öffentliches Ansehen und fanden Eingang in die Geschichte. Sie waren die Ausnahmen, die die Regel bestätigten. Die Autorin fand es an der Zeit, dies zu ändern. Ihre Untersuchung der Lebensverhältnisse weiblicher Dienstboten zur Kaiserzeit ist ein Ergebnis der sich damals entwickelnden Frauenforschung, die die Situation von Frauen als integralen Bestandteil von Gesellschaft und also auch von Geschichte versteht. “Frauen haben Geschichte ja nicht nur erlitten, sondern sie auch ‘gemacht’; sie haben ihre Verhaltensweisen und Rollen weitergegeben und damit stabilisiert. Insofern ist Frauengeschichte exemplarisch für eine kritische Geschichtsvermittlung: kritisch in dem Sinne, daß man erkennt, daß die Rolle der Frau auch durch das Verhalten der Frauen selbst festgelegt wurde.” Sie weist darauf hin, dass weibliche Dienstboten auch durch die Hausfrauen, ihre eigenen Geschlechtsgenossinnen, unterdrückt wurden.

Marion Bejschowetz-Iserhoht:
Dienstboten zur Kaiserzeit. Weibliches Hauspersonal in Kiel 1871 – 1918
(Sonderveröffentlichung 17 der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte)

Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte | Kiel | – Seiten
In der Geschäftsstelle zum Preis von 6,00 € erhältlich (Nichtmitglieder 9,00 €)